Berechnen Sie das Nettoumlaufvermögen und Liquiditätskennzahlen — Liquidität 1., 2. und 3. Grades — aus Ihren Bilanzdaten.
Das Umlaufvermögen ist die Differenz zwischen kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigen Verbindlichkeiten — es misst, wie viel kurzfristigen finanziellen Spielraum ein Unternehmen hat. Positives Umlaufvermögen bedeutet, dass das Unternehmen seine Rechnungen für die nächsten zwölf Monate aus dem bezahlen kann, was es bereits besitzt; negatives Umlaufvermögen bedeutet, dass es das zumindest auf dem Papier nicht kann. Die Kennzahl ist wichtig, weil ein profitables Unternehmen dennoch zahlungsunfähig werden kann, wenn seine Forderungen langsamer eingehen als seine Verbindlichkeiten fällig werden.
Drei Kennzahlen verfeinern das Bild. Die Liquidität 3. Grades (kurzfristige Vermögenswerte ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten) ist das breiteste Mass — über 1,0 ist grundsätzlich gesund, unter 1,0 ist eine Warnung. Die Liquidität 2. Grades, auch Acid Test genannt, zieht Vorräte von den kurzfristigen Vermögenswerten ab, bevor geteilt wird, weil Vorräte der am schwersten schnell zu Geld zu machende kurzfristige Vermögenswert sind — ein Verhältnis über 1,0 bedeutet, dass das Unternehmen seine kurzfristigen Schulden bezahlen kann, ohne Vorräte zu verkaufen. Die Liquidität 1. Grades verwendet nur Zahlungsmittel und Äquivalente, das konservativste Mass.
Keine dieser Kennzahlen erzählt die ganze Geschichte allein. Eine Supermarktkette arbeitet routinemässig mit negativem Umlaufvermögen, weil sie Waren verkauft, bevor sie Lieferanten bezahlt — das ist ein Geschäftsmodell, keine Krise. Ein Bauunternehmen mit einer Liquidität 3. Grades von 3,0 kann dennoch illiquide sein, wenn die meisten seiner kurzfristigen Vermögenswerte Forderungen sind, die monatelang nicht eingehen. Verwenden Sie die Kennzahlen als Ausgangspunkt, nicht als Urteil, und vergleichen Sie sie mit Branchenkennwerten statt mit einer universellen Regel.
Nettoumlaufvermögen = kurzfristige Vermögenswerte − kurzfristige Verbindlichkeiten. Liquidität 3. Grades = KV / KVerb. Liquidität 2. Grades = (KV − Vorräte) / KVerb. Liquidität 1. Grades = Zahlungsmittel / KVerb.
Grundsätzlich über 1,0, und in vielen Branchen zwischen 1,5 und 2,0. Aber es hängt vom Geschäft ab — Einzelhändler arbeiten oft unter 1,0, weil sie kassieren, bevor sie zahlen.
Kurzfristige Vermögenswerte minus Vorräte, geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten. Vorräte werden ausgeschlossen, weil deren Verkauf Zeit benötigen kann — die Kennzahl zeigt, ob das Unternehmen seine Schulden aus bereits liquiden oder nahezu liquiden Mitteln begleichen kann.
Ja. Manche Geschäftsmodelle arbeiten konstruktionsbedingt mit negativem Umlaufvermögen — zum Beispiel erhalten Supermärkte Bargeld von Kunden, bevor sie Lieferanten bezahlen. Für die meisten Unternehmen ist dauerhaft negatives Umlaufvermögen ein Risiko.
Nein. Alle Berechnungen laufen in JavaScript auf Ihrem Gerät. Es wird nichts gespeichert oder übertragen.
Es ist ein Ausgangspunkt. Eine vollständige Analyse berücksichtigt Kapitalflussrechnungen, Fälligkeitspläne der Schulden, Saisonalität und Branchenkennwerte — nichts davon erfasst eine einzelne Kennzahl.
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